Technische Entwicklung durch Globalisierung

von Herman R. am 25/09/11 um 8:46 am

Immer neue Technologien, immer neue Technik – das Voranschreiten der Möglichkeiten bezogen auf technische Entwicklungen ist immens. Seit das Wort “Globalisierung” die Runde macht, hat man den Eindruck, dass die technischen Neuheiten in einer höheren Frequenz die Märkte erreicht, als dies noch vor Jahren der Fall war. Es stellt sich die Frage, ob ein lebhafter Import oder Export die Schnelligkeit der Produktinnovationen beschleunigt oder eher hemmt.

Lernen und Weiterentwickeln

In China beispielsweise gilt eine gute Kopie einer Technik als Erfolg. Entsprechend nachlässig wird dort beispielsweise mit Schutzrechten wie Patente umgegangen. Deutsche Unternehmen entscheiden sich vielfach für die Präsenz in China, um am Markt dafür zu sorgen, dass dort keine Nachahmer die Geschäfte mit der eigenen Technologie machen. Sieht man es also aus der Sicht der Chinesen, sorgt ein kräftiger Import für einen Schub für die eigene Firma, da man die Innovationen des Wettbewerbs Vorort hat. Aus der Sicht der deutschen Unternehmen hat ein starker Export allerdings auch Vorteile. Nicht nur der Umsatz, der klar an erster Stelle steht, steigt. Auch die Anforderungen des neuen Marktes werden Auswirkungen auf das eigene Produktportfolio haben. Vor allem, was die Unterhaltungselektronik angeht, sind die asiatischen Märkte viel wagemutiger und punkten bei den Verbrauchern mit immer neuen Spielereien. So ist es nur ein kurzer Weg, bis ein Unternehmen, das ehemals lediglich exportiert hat, Technologie importiert. Aber auch in anderen Technologiebereichen ist es an der Tagesordnung, sich gegenseitig durch einen gesunden Wettbewerb zu befruchten. Da morgen schon alt ist, was heute in Mode kommt, ist ein Unternehmen gut beraten, sich international nach Produkten und Innovationen umzusehen.

Die technische Evolution

Die internationalen Märkte interagieren auf Hochtouren miteinander. Will man einen Vergleich wagen, so kann man die Entwicklung der Technik mit der biologischen Evolution vergleichen. Eine isolierte Einheit kann sich aufgrund des limitierenden Genpools nicht großartig entwickeln oder neue Funktionen hervorbringen. Dies kann erst geschehen, wenn man das Genmaterial vermischt. Erst dadurch entstehen “Innovationen” in der Biologie. Vermeidet man indes die Vermischung, so läuft man Gefahr, genetisch in den Nachteil zu gelangen. Schlimmer noch, wenn das Genmaterial nicht aufgefrischt wird, wird dies negative Folgen für die Lebewesen und deren Gesundheit haben. Bei der Technik ist es ähnlich. Unterschiedlichen Ingenieurskunst und unterschiedlichen Märkte befruchten sich gegenseitig. So kann in einem neuen Markt eine ganz neue Anforderung an ein Produkt entstehen, das der heimische Markt nicht verlangt. Aber auch in der Verfahrenstechnik, also die Art und Weise, wie Ingenieure ihre technischen Probleme lösen, ist von Land zu Land, von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Durch einen kräftigen Import und Export werden die Einflüsse auf das eigene Entwicklungspotenzial also nicht lange auf sich warten lassen. Sicherlich wird dadurch die eine oder andere Technologie abgekupfert, insbesondere wenn man sich davor nicht ausreichend durch Patente schützt. Aber unterm Strich hat ein aktiver Import und Export positive Auswirkungen auf die technologischen Entwicklungen.

Pic.: Luciano Mortula – Fotolia

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